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Jede siebte Person wohnt in der Schweiz in einem von Hochwasser gefährdeten Gebäude.

Hochwasserrisiken gehen uns alle an

Hochwasserrisiken gehen uns alle an. Das Mobiliar Lab für Naturrisiken der Universität Bern hat deshalb die «Forschungsinitiative Hochwasserrisiko ‒ vom Verstehen zum Handeln» ins Leben gerufen. Sie soll neuartige und fundierte Grundlagen für den Umgang mit Hochwasserrisiken liefern.

Hochwasserrisiken gestern
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Überschwemmungen sind Teil des gemeinsamen Erfahrungsschatzes der Schweiz. Sie können lokalen Entscheidungsträgern zur Sensibilisierung für Schutzmassnahmen dienen, und sie nützen der Forschung, um Hochwassermodelle zu verbessern.

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Hochwasserrisiken heute
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Behörden und Fachleute sind nicht nur an Informationen darüber interessiert, welche Gebiete hochwassergefährdet sind. Sie möchten auch wissen, wo sich Schutzbauten aufdrängen. Das Beurteilungs-Tool "Schadenspotenzial Hochwasser" erlaubt, Schutzmassnahmen nachvollziehbar und risikobasiert zu priorisieren.

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Hochwasserrisiken morgen
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Experimente und Simulationen helfen den Behörden und Fachpersonen zu verstehen, weshalb sich das Hochwasserrisiko im Verlauf der Zeit verändert und welche Faktoren das Risiko verschärfen oder verringern. Das interaktive Webtool «Risikodynamik» ermöglicht solche Experimente – online und in wenigen Schritten.

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Hochwasserrisiken gestern
Überschwemmungs­­gedächtnis

Obschon Hochwasser zum Teil grosse Schäden anrichten und den Direktbetroffenen stark zusetzen, gehen sie schnell wieder vergessen. Innerhalb weniger Jahren sind sie aus dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwunden. Aus diesem Grund machen wir auf einer interaktiven Webseite Fotos von Hochwasserereignissen aus der ganzen Schweiz öffentlich zugänglich.

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Hochwasserrisiken heute
Schadenpotenzial Hochwasser

In der Schweiz sind an über zwei Dritteln der Schäden, die durch Naturereignisse verursacht werden, Überschwemmungen schuld. Die Webseite «Schadenpotenzial Hochwasser» ist eine interaktive Karte, die Auskunft darüber gibt, wie viele Gebäude, Personen, Arbeitsplätze aber auch öffentliche Einrichtungen durch Hochwasser bedroht sind. Sei dies in einem Quartier, einer Gemeinde oder auf der Ebene eines Kantons.

Mit der Webseite «Schadenpotenzial Hochwasser» kann das Schadenpotenzial zum ersten Mal in der ganzen Schweiz identifiziert werden. Dies bis auf Ebene von einzelnen Quartieren – auch das eine Premiere. So lässt sich im Detail zeigen, wo aufgrund von Hochwassern Menschen oder wichtige Schutzgüter wie Personen, Gebäude oder Gebäudewerte verwundbar sind.

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Hochwasserrisiken morgen
Risikodynamik

Die Webseite «Risikodynamik» zeigt, wie sich das Hochwasserrisiko an der Emme bei Burgdorf in den letzten 200 Jahren verändert hat. Zentral ist dabei das Zusammenspiel der Parameter Siedlungsentwicklung, Flussbau, Wassermenge und Klimawandel.

Die Benutzerinnen und Benutzer können verschiedene Szenarien durchspielen und so deren Auswirkungen auf das Hochwasserrisiko simulieren.

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Über die Forschungsinitiative
Forschungsinitiative Hochwasserrisiko ‒ vom Verstehen zum Handeln

Kein anderes Naturereignis kommt die Schweiz so teuer zu stehen wie Hochwasser. An über zwei Dritteln der durch Naturgefahren verursachten Schäden sind Überschwemmungen schuld, wovon in den vergangenen 40 Jahren vier von fünf Schweizer Gemeinden betroffen waren. Obwohl der Neuwert aller Gebäude in Gefahrengebieten bei rund 500 Milliarden Franken liegt, befasste sich die Forschung bis anhin kaum mit den von durch Überschwemmungen verursachten Schäden, sondern interessierte sich vor allem für das Zustandekommen von Hochwassern.

Mit der «Forschungsinitiative Hochwasserrisiko ‒ vom Verstehen zum Handeln» ergänzt das Mobiliar Lab für Naturrisiken die traditionelle Hochwasserforschung um den Schadenaspekt. Ziel der diversen Forschungsprojekte, die von 2018 – 2020 dauern, sind nicht zuletzt Entscheidungshilfen für das Hochwasserrisikomanagement zu schaffen. Die verschiedenen Tools, die sich bis zum Ende der Projektdauer weiterentwickeln und laufend ergänzt werden, sollen die Behörden in Gemeinden und Kantonen aber auch die Bevölkerung dabei unterstützen, Hochwasserrisiken zu erkennen. Zudem werden die Tools ermöglichen, Schutzmassnahmen nachvollziehbar und risikobasiert zu priorisieren. Und nicht zuletzt fördert die «Forschungsinitiative Hochwasserrisiko» die allgemeine Sensibilisierung für Hochwasserrisiken.

Über uns
Mobiliar Lab für Naturrisiken

Das Mobiliar Lab für Naturrisiken ist eine gemeinsame Forschungsinitiative des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung der Universität Bern und der Schweizerischen Mobiliar Versicherung. Die Forschungsschwerpunkte des Mobiliar Labs sind Hochwasser, Sturm und Hagel sowie das damit verbundene Schadenpotenzial. Ein hoher Stellenwert kommt dem Wissenstransfer in die Praxis zu.

Gegründet wurde das Mobiliar Lab 2013. Die Partner haben dabei gemeinsam den thematischen Rahmen festgelegt, in dem sich die Forschung bewegt. Seither wird die thematische Ausrichtung von den Forschenden weiterentwickelt und umgesetzt.

Die Freiheit von Lehre und Forschung am Mobiliar Lab ist vertraglich gewährleistet. Das Mobiliar Lab entscheidet autonom über die Auswahl von Forschungsprojekten, die Wahl von Methoden sowie allfälligen Forschungspartnern und ist auch bei der Interpretation der Forschungsergebnisse frei. Resultate und Erkenntnisse der Forschung sind Eigentum der Universität Bern. Sie werden auf den in der Wissenschaft üblichen Kanälen publiziert. Als Teil der Universität Bern verfolgt das Mobiliar Lab eine Strategie des freien Zugangs zu den Forschungsergebnissen.

Forschung
Hochwasserrisiken erkennen und quantifizieren

Die «Forschungsinitiative Hochwasserrisiko ‒ vom Verstehen zum Handeln» dauert von 2018 – 2020. Die Initiative umfasst verschiedene wissenschaftliche Projekte. Weiter Informationen finden Sie auf der Webseite des Mobiliar Labs.

Medien
Aktive Öffentlichkeitsarbeit

Ob Hochwasser, Stürme oder Hagelereignisse – das Interesse der Öffentlichkeit an Naturrisiken ist gross. Die Forschenden des Mobiliar Labs stellen sich regelmässig den Fragen von Journalistinnen und Journalisten und werden zu Referaten vor Entscheidungstragenden aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen. Das Expertenwissen der Naturrisikoforschung ist auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene gefragt. Das Mobiliar Lab betreibt aber auch aktiv Öffentlichkeitsarbeit.

Das Wichtigste in Kürze auf der Webseite des Mobiliar Labs.

Auskünfte an Medienschaffende

Prof. Dr. Rolf Weingartner, Co-Leiter Mobiliar Lab für Naturrisiken
+41 31 631 88 74, E-Mail

Prof. Dr. Margreth Keiler, Co-Leiterin Mobiliar Lab für Naturrisiken
+41 31 631 32 77, E-Mail

Kontakt
Mobiliar Lab für Naturrisiken

Universität Bern
Mobiliar Lab für Naturrisiken
Hallerstrasse 12
CH-3012 Bern

Tel: +41 31 631 86 09
E-Mail: Mobiliar Lab

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